Frauenärztinnen Bahrenfelder Straße

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Prävention

Vorbeugen, vorsorgen und frühes Erkennen von Krankheiten

Die Gesundheit von Frauen wird durch viele Faktoren beeinflusst. Sie sind z. B. sozialer, psychischer, umweltbedingter oder genetischer Natur. Wir versuchen die Frauen, die zu uns kommen, - soweit gewollt – darin zu unterstützen, ein gesundheitsbewusstes Leben zu führen. Konkrete Beispiele hierfür sind gesunde Ernährung, regelmäßige sportliche Betätigung, Meidung von schädlichen Einflüssen wie z. B Nikotin, Alkohol und anderen Drogen. Da wir mit vielen Einrichtungen vernetzt sind, können wir Ihnen gerne behilflich sein Kontakte zu entsprechenden Einrichtungen und Beratungsstellen herzustellen. Trotzdem lassen sich Krankheiten nicht immer vermeiden. Viele davon sind aber gut behandelbar oder sogar heilbar, wenn sie früh erkannt werden. Häufig verursachen diese Krankheiten in frühen Stadien wenig oder gar keine Beschwerden. Deshalb werden Vorsorgeuntersuchungen bzw. Früherkennungsuntersuchungen für häufig auftretende Krankheiten an den Personen durchgeführt, die bisher keine Krankheitssymptome haben. Bei Vorsorgeuntersuchungen im eigentlichen Sinne wird versucht, Vorstufen der Krankheiten zu erkennen und bereits im Vorfeld zu behandeln oder regelmäßig zu kontrollieren, ob diese Vorstufen sich spontan zurückentwickeln. Bei vielen Krankheiten gibt es noch keine Methode zur Entdeckung möglicher Vorformen, hier geht es darum die Krankheit in einem möglichst frühen Stadium zu erkennen: Früherkennung. Viele Krankheiten lassen sich auch durch eine rechtzeitige Impfung vermeiden. Impfen kann eigene Erkrankungen verhindern, dient der Unterbrechung von Ansteckungswegen und schützt damit andere vor Erkrankungen. Sie sind teilweise ein Schutz vor Komplikationen in der Schwangerschaft. Wir besprechen mit Ihnen die Gründe und den besten Zeitpunkt für die für Sie infrage kommenden Impfungen.

Wir bieten für typische häufige Erkrankungen im gynäkologischen Bereich Vorsorge- bzw. Früherkennungsuntersuchungen an. Sie erhalten von uns eine Impfberatung und können die meisten Impfungen auch bei uns durchführen lassen. Hier ein Überblick über die Vorsorgeuntersuchungen, die bei uns durchgeführt werden und von den gesetzlichen Kassen bezahlt werden:

Chlamydiennachweis:

Bis zum 25. Lebensjahr übernimmt die Krankenkasse die Untersuchung auf Chlamydien. Diese sehr kleinen Bakterien können zu Eilleiterentzündungen und ggf. späteren Eilleiterverklebungen führen. Der Nachweis wird aus dem Morgenurin gemacht. Bei positiven Fällen gibt es eine effektive Behandlung für die betroffenen Frauen. Auch die PartnerInnen sollten dann behandelt werden, da es sich um eine sexuell übertragbare Infektion handelt.

Gebärmutterhalskrebs:

Ab dem Alter von 20 Jahren wird jährlich der sogenannte Krebsvorsorgeabstrich bezahlt. Dies ist eine Vorsorgeuntersuchung im ursprünglichen Sinne, weil Stadien erkannt werden können die sich evtl. zur Frühform eines Gebärmutterhalskrebses entwickeln könnten. Diese sind sehr gut behandelbar und heilbar.

Es wurde ein Impfstoff gegen das Virus (HPV, humanes Papilloma Virus) entwickelt, das zu Gebärmutterhalskrebs führen kann. Die Kassen übernehmen die Impfkosten für 9 bis 13 (-18)jährige Mädchen. Raucherinnen haben ein höheres Risiko Gebärmutterhalskrebs zu entwickeln.

Brustkrebs:

Dies ist eine häufige Erkrankung. Das Risiko an ihr zu erkranken steigt im höheren Lebensalter. Ebenso steigt das Risiko, wenn nahe Verwandte an Brustkrebs erkrankt sind. Hier ist die Mammographie (Röntgenuntersuchung der Brust) in Zusammenhang mit Ultraschall der Brust eine von vielen anerkannte Form der Früherkennung. Frauen zwischen 50 und 70 Jahren werden alle 2 Jahre zum Mammographiescreening automatisch von einer zentralen Stelle eingeladen. Sonstige Untersuchungen der Brust mit Mammographie oder Brustultraschall werden nur bei Verdacht auf ein krankhaftes Geschehen oder bei familiärer Belastung (Verwandte 1. Grades) von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Krebs des Gebärmutterkörpers:

Hierzu gibt es keine Krebsvorsorgeuntersuchung. Ab dem Alter von 45 Jahren steigt das Risiko und zeigt sich oft durch Blutungen nach der Menopause.

Eierstockskrebs:

Hierzu gibt es noch keine Früherkennungsuntersuchungen. Es ist eine relativ seltene Erkrankung. Mit dem Ultraschall kann man Eierstockskrebs nicht in seiner Frühform erkennen. In ganz seltenen Fällen ist eine genetische Vorbelastung die Ursache. Vermutet man dies, weil in der Familie mehrere Frauen oder sehr junge Frauen an Eierstockskrebs erkrankt sind, kann es sinnvoll sein, einen Gentest durchführen zu lassen. Vor solch einer genetischen Untersuchung sollte man sich aber mögliche Konsequenzen genau überlegen.

Dickdarmkrebs:

Dies ist eine häufige Erkrankung der Frau, die mit zunehmendem Alter auftritt. Hier gibt es eine Krebsvorsorgeerkennung im eigentlichen Sinne, weil man weiß, dass Darmkrebs aus Darmpolypen (selbst noch kein Krebs) entsteht. Diese kann man durch eine Darmspiegelung erkennen und abtragen. Da die Vorgänge langsam verlaufen, reicht es, alle 10 Jahre eine Darmspiegelung durchführen zu lassen. Ab dem Alter von 55 Jahren bezahlen die Kassen alle 10 Jahre solch eine Darmspiegelung. Bei Frauen, in deren naher Verwandtschaft Dickdarmkrebs aufgetreten ist, sind Darmspiegelungen schon eher und auch häufiger sinnvoll. Dies wird von den Kassen bezahlt. Als am unangenehmsten an dieser Untersuchung wird meist die Vorbereitung darauf, nämlich die Reinigung des Darmes mit Abführmaßnahmen empfunden.

Regelmäßiges Abtasten des Anus sowie Untersuchung auf verstecktes Blut im Stuhl bezahlen die Kassen ab dem Alter von 50 Jahren. Frauen ab 55 Jahren können diese Untersuchungen auch im zweijährigen Abstand wählen, falls sie sich gegen regelmäßige Darmspiegelungen entscheiden. Diese Untersuchungen sind aber ungenauer als die Darmspiegelung. Es können Vorstufen zu Krebs sowie Krebs übersehen werden, und durch das Vorliegen einer anderen Blutungsquelle.

Im Rahmen der Kebsvorsorgeuntersuchung beraten wir Sie zur Ihrem individuellen Risiko und den für Sie sinnvollen Untersuchungen.

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